Impulse für eine Woche, um den inneren Druck zu reduzieren und einen freundlicheren Umgang mit sich selbst zu entwickeln: Schritt für Schritt im Alltag.
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Viele Menschen versuchen, „mehr Selbstliebe“ zu fühlen – und scheitern daran, dass sich dieser Zustand nicht einfach abrufen lässt. Denn Selbstliebe ist kein Zustand, der plötzlich da ist. Sie entwickelt sich in kleinen, wiederholten Erfahrungen. Diese Woche kann der Beginn einer Reise sein: hin zu einem liebevolleren Blick auf uns selbst.
Tag 1: Wahrnehmen statt bewerten
Der erste Schritt ist nicht Veränderung, sondern Beobachtung. Achte heute darauf, wie du innerlich mit dir sprichst.
Halte drei typische Gedanken über dich selbst fest – ohne sie zu bewerten.
Mini-Impuls:
Tag 2: Den automatischen Satz erkennen
Viele innere Reaktionen laufen automatisch ab.
„Ich kann das nicht.“
„Das war falsch.“
„Ich bin nicht gut genug.“
Heute geht es darum, diesen Automatismus zu erkennen.
Mini-Impuls: Schreibe einen wiederkehrenden kritischen Satz auf.
Tag 3: Abstand schaffen
Gedanken sind nicht immer Fakten. Sie fühlen sich nur oft so an. Aber: Wir müssen nicht alles glauben, was wir denken. Diese Übung hilft uns, die eigenen Gedanken über uns selbst zu hinterfragen.
Mini-Impuls: Formuliere deinen Gedanken um in:
„Ich habe gerade den Gedanken, dass …“
Und stelle dir anschließend die Frage:
„Stimmt das wirklich – oder bin ich gerade streng mit mir?“
Tag 4: Den Ton wahrnehmen
Nicht nur was du denkst, ist wichtig – sondern auch wie du mit dir sprichst.
Mini-Impuls: Achte heute bewusst auf den Ton deiner inneren Stimme: freundlich, neutral oder streng?
Tag 5: Die innere Reaktion unterbrechen
Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein kleiner Raum. Diesen Raum bewusster wahrzunehmen, lässt sich üben.
Mini-Impuls: Wenn ein kritischer Gedanke auftaucht: einmal bewusst durchatmen, bevor du reagierst.
Tag 6: Eine alternative Stimme zulassen
Selbstkritik ist oft laut. Eine freundlichere Stimme ist meist leiser – aber sie ist da.
Mini-Impuls: Stell dir vor, ein guter Freund würde dir genau das sagen, was du gerade über dich denkst. Was würde er anders formulieren?
Tag 7: Eine neue Möglichkeit denken
Am Ende geht es nicht darum, alles sofort zu verändern. Sondern darum, dass überhaupt eine neue Möglichkeit entsteht.
Mini-Impuls: Formuliere einen Satz, der weniger hart ist als dein ursprünglicher Gedanke – ohne ihn „positiv“ machen zu müssen.
Beispiel: statt „Ich mache alles falsch“ → „Ich bin noch im Lernen.“