Manchmal ist da diese Unruhe, die sich nicht richtig benennen lässt. Gedanken, die kreisen, ohne sich zu ordnen. Gefühle, die auftauchen und wieder verschwinden – und doch bleibt etwas zurück: innere Anspannung.
Schreiben kann genau hier ansetzen. Gemeint ist nicht das Schreiben im literarischen Sinn, sondern das einfache Festhalten von Gedanken und Erfahrungen. Denn die therapeutische Praxis zeigt, dass Aufschreiben belastender Erlebnisse entlastend wirken kann.
Die Gefühle in Kontext setzen
Ein möglicher Grund: Erlebtes liegt im Gedächtnis oft nicht geordnet vor, sondern in einzelnen Bruchstücken. Dadurch kann es immer wieder unkontrolliert auftauchen – in Bildern, Erinnerungen oder Gefühlen. „Traumatische Ereignisse liegen im Gehirn meist in Fragmenten vor, wodurch sie sich oft blitzartig oder in quälender Wiederholung in Erinnerung bringen“, weiß Schreibtherapeutin Silke Heimes.


